Das Warftendorf: Wirdum
Über die Kreisstraße K255, die von der Bundesstraße 72 im Orte Loppersum abzweigt, oder über die Landstraße L26 von Marienhafe aus, kann man das Dorf: "Wirdum" erreichen. Dieses mit nur rund 1000 Einwohnern recht kleine Dorf wurde auf einer sogenannten Warft erbaut. Eine Warft ist eine Art künstlich erschaffener Hügel und war früher notwendig um Ortschaften vor Hochwasser und Sturmfluten zu schützen. So wurde in einem Warftendorf zumeist die Kirche auf dem höchsten Punkt der Warft errichtet und um die Kirche herum wurden die Wohnhäuser und Höfe errichtet. Da im Falle einer Sturmflut nicht alle Häuser wirklich sicher vor den Fluten geschützt waren (zumindest, wenn diese im unteren Teil der Warft lagen), flüchteten die Bewohner von Warftendörfen bei Sturmfluten oft in die "sichere" Kirche.
In der Ortschaft Wirdum kann man den Aufbau eines solchen Warftendorfes noch sehr gut nachvollziehen, so daß es sich schon deshalb lohnt, einen kleinen Abstecher nach Wirdum zu machen.
Auf jeden Fall sollte man sich jedoch die Kirche in Wirdum einmal genauer betrachten.
Das charmante Bauwerk der Wirdumer Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Im Inneren der Kirche findet man zum Beispiel eine sehr alte Kanzel (aus dem Jahre 1699) und einen Abendmahlskelch aus dem Jahre 1592.
Der Kirchturm der Wirdumer Kirche wurde wie bei vielen ostfriesischen Kirchen an einem separaten Platz errichtet, da die Bodenverhältnisse eine Errichtung auf dem Kirchenschiff nicht zulassen.
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