Das Emssperrwerk in Gandersum

Wenn man die Landstraße L2 von Petkum aus weiter in Richtung Oldersum fährt, kommt man durch die kleine Ortschaft: "Gandersum", in dessen Höhe sich das Emssperrwerk befindet.

Das Emssperrwerk wurde in der Zeit rund um die Jahrtausendwende hauptsächlich aus zwei verschiedenen Gründen errichtet. Ein Grund war, die Möglichkeit zu schaffen, die Ems aufstauen zu können, um das Überführen von größeren Kreuzfahrtschiffen über die Ems in die Nordsee realisieren zu können. Außerdem sollte das Emssperrwerk dem Hochwasserschutz dienen, um die Orte, die flußabwärts des Sperrwerkes liegen, vor Sturmfluten zu schützen. Das Emssperrwerk ist keinesfalls unumstritten, da es von Seiten des Umwelt- und Naturschutzes einen viel zu großen Eingriff in die Natur darstellt und somit negative ökologische Folgen befürchtet wurden und werden. Außerdem bewirkt die Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Orte jenseits des Sperrwerkes gleichzeitig eine Verschlechterung des Hochwasserschutzes für die Orte, die sich flußaufwärts des Sperrwerkes befinden. Hier wurden nach Bau des Sperrwerkes Verbesserungen des Hochwasserschutzes (Deichbau) notwendig. Dennoch ist das Emssperrwerk ein imposantes Bauwerk, daß man sich einmal ansehen sollte, wenn man sich in Nähe aufhält.

Eine kleine Besonderheit gab es noch beim Bau des Sperrwerkes. Bei den Bauarbeiten an einem der Pfeiler des Sperrwerkes wurde ein großer Granitfindling geborgen, der schon vor rund 400.000 Jahren während der Eiszeit aus dem skandinavischem Raum in die Ems transportiert worden sein muß. Diesen Findling kann man sich direkt am Sperrwerk betrachten.

Das Emssperrwerk aus verschiedenen Perspektiven











Ein ganz besonderer Findling



Die Ems entlang nach Leer
Das Dorf: Petkum
Das Emssperrwerk in Gandersum
Oldersum im Landkreis Leer
Die Stadt Leer
Interview mit einer Leeranerin