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Helgoland

Helgoland ist die einzige deutsche Hochseeinsel und liegt inmitten der Nordsee etwa 62 Kilometer nordwestlich der Elbmündung. Die mit nur etwa 1300 Einwohnern recht kleine Insel gehört zwar politisch zum Bundesland: „Schleswig Holstein“ (Landkreis Pinneberg), gehört aber weder zum Zollgebiet der Europäischen Union noch zum Steuergebiet der Bundesrepublik Deutschland. Aus diesem Grunde können sich die zahlreichen Besucher der Ferieninsel Helgoland auch an zollfreien Einkaufsmöglichkeiten erfreuen. Dies ist allerdings wohl kaum einer der wesentlichen Gründe, warum die Insel als Ausflugs- und Urlaubsziel so beliebt ist, denn die Insel kann ihren Besuchern Vieles mehr bieten.




Um Ihnen die Insel Helgoland einmal etwas näher zu bringen, informieren die folgenden Abschnitte über:
– Die Möglichkeiten zur Anreise nach Helgoland.
– Unterkünfte auf Helgoland und wie man sich am Besten eine Übernachtungsmöglichkeit aussuchen kann.
– Das Freizeitangebot auf der Hochseeinsel Helgoland.
– Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel.
– Und, da die Insel Helgoland eine bewegte Geschichte hat, über einige wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit der Insel Helgoland.

Die Informationen der folgenden Abschnitte wurden durch Internetrecherchen zusammengestellt und basieren auf einem Stand vom August 2009.

Anreise nach Helgoland

Wer sich für die Hochseeinsel Helgoland interessiert und die Insel ggf. auch einmal besuchen will, der möchte natürlich auch wissen, welche Möglichkeiten es bezüglich der Anreise nach Helgoland gibt.
Prinzipiell gibt es diesbezüglich zwei verschiedene Möglichkeiten:

Helgoland

Helgoland ©iStockphoto/NLink

a) Anreise per Schiff
Helgoland wird von verschiedenen Reedereien ausgehend von verschiedenen Fährhäfen angesteuert. Grundsätzlich muß bei den Fährverbindungen gen Helgoland noch zwischen den herkömmlichen Fähren und den schnellen Katamaranen unterschieden werden.

Einfache Fährverbindungen gibt es ab den Häfen:
Borkum
– Bremerhaven
– Büsum (Die Fahrzeit beträgt bei dieser Verbindung nur etwas mehr als zwei Stunden)
– Cuxhaven
– Emden
– Hamburg
– Wedel
– Wilhelmshaven

Für Menschen, die eine Tagesreise nach Helgoland planen, sei an dieser Stelle erwähnt, daß, mit Ausnahme der Verbindung ab Büsum, die Fahrzeiten der jeweiligen Fähren recht lange sind und die Aufenthaltsdauer auf der Insel Helgoland somit recht kurz ausfallen kann. Tagestouren mit einfachen Fähren sind somit hauptsächlich für Menschen interessant, die auch der Überfahrt als solches schon einen gewissen Reiz abgewinnen können. Menschen, denen es auch im Rahmen eines Tagesausfluges in der Hauptsache darum geht, die Insel Helgoland möglichst gut kennenzulernen, sollten für Tagesausflüge besser andere Anreisemöglichkeiten wählen. Dies gilt im übrigen auch für Menschen, die zur Seekrankheit neigen, denn bei den Überfahrten nach Helgoland kann es je nach Wetterlage durchaus einmal etwas ruppiger zugehen.

Fährverbindungen mit dem sehr viel schnellerem Katamaran gibt es zum Beispiel ab Cuxhaven und ab Hamburg. Zum Teil werden auch Schnellfähren von anderen Häfen angeboten, da dieses Angebot jedoch schnellen Änderungen unterworfen ist, sollte man sich am Besten direkt bei den jeweiligen Reedereien informieren. Generell kann gesagt werden, daß bei Nutzung eines Katamarans auch Tagesausflüge nach Helgoland in der Regel lohnend sind. Die Kosten für solche Schnellverbindungen sind allerdings auch höher als für Verbindungen mit herkömmlichen Fähren.

b) Anreise per Flugzeug
Für Menschen, die gerne möglichst schnell zur Insel Helgoland gelangen möchten, oder für Menschen, welche die Schiffsverbindungen scheuen, da sie befürchten müssen, bedingt durch Seekrankheit, längere Zeit unter Übelkeit leiden zu müssen, kann es durchaus sinnvoll sein, trotz der etwas höheren Kosten mit dem Flugzeug nach Helgoland zu reisen.

Ganzjährige Flugverbindungen gibt es von den Flughäfen: Heide (Büsum), Bremerhaven und Hamburg Airport ( Geschäftsfliegerzentrum). In den Sommermonaten gibt es zumeist auch noch Flugverbindungen von weiteren deutschen Flughäfen aus.

Freizeitangebot auf Helgoland

Im Urlaub möchte man zumeist etwas unternehmen oder aber sich vom Alltag erholen und einfach nur entspannen. Die Insel Helgoland kann Beide dieser Bedürfnisse abdecken. So hat man auf Helgoland zum Beispiel folgende Möglichkeiten, sich seine Freizeit angenehm zu vertreiben:

a) Sport und Badespaß
Auf einer Insel möchten viele Menschen sehr gerne etwas unternehmen, was einen Bezug zum Strand und zum Meer hat. Dies ist natürlich auch auf Helgoland möglich. So kann man sich zum Beispiel ausgiebigen Sonnenbädern hingeben, lange Spaziergänge machen oder das große Meerwasserschwimmbad „Mare Frisicum spa helgoland“ besuchen. Dieses Schwimmbad verfügt über mehrere Schwimmbecken, sowohl im Innenbereich als auch unter freiem Himmel. Zudem gibt es dort, neben anderen Angeboten aus dem Bereich Wellness, die Möglichkeit zu saunen oder in einem Whirlpool zu entspannen. Weiterhin kann man sich auf Helgoland natürlich Sportarten, wie dem Segeln, Fußball oder Nordic-Walking widmen oder sich auch einmal im Schießsport üben.

b) Natur erleben und entspannen
Da die Naturlandschaften auf Helgoland wirklich unvergleichbar mit denen anderer Inseln oder anderen Orten sind, sollte man sich im Rahmen eines Aufenthaltes auf Helgoland auch möglichst viel Zeit nehmen, die Insel zu erkunden. So kann man Streifzüge durch die Dünen unternehmen, man kann die faszinierende Tierwelt Helgolands beobachten und zum Beispiel einmal die Geburt und die Aufzucht von Kegelrobben im Rahmen des Angebotes „Robbenbaby Watching“ betrachten, man kann sich die Brutstätten vieler Vögel am Lummenfelsen anschauen und vieles mehr. Die entspannende Wirkung solcher Inselstreifzüge wird man dabei sicherlich am eigenen Leibe erfahren.

c) Gastronomie, Shopping und Veranstaltungen
Neben sportlichen Betätigungen oder Inselstreifzügen kann man sich auf Helgoland auch dem großen Angebot an Veranstaltungen hingeben, welche die Insel jedes Jahr zu bieten hat. Als Beispiel seien hier nur die Nordseewoche, das größte segelsportliche Ereignis Europas, oder die Musik Festwochen genannt. Zudem hat man auf Helgoland natürlich die Möglichkeit das reichhaltige gastronomische Angebot in Anspruch zu nehmen und zum Beispiel einmal fangfrischen Hummer zu essen.

Nicht vergessen sollte man, daß es auf Helgoland möglich ist, zollfrei einzukaufen, denn die Insel unterliegt steuerrechtlich nicht den Bestimmungen der Europäischen Union. Aus diesem Grunde haben sich auf Helgoland auch sehr viele Läden etabliert, die sehr besondere und hochwertige Waren anbieten. Auch wenn man nichts kaufen möchte, ist es lohnend, sich das Angebot einmal zu betrachten.

Die Geschichte Helgolands

Da die Insel Helgoland über eine bewegte Geschichte verfügt, folgen abschließend diesbezüglich noch ein paar wichtige Daten:

Helgoland in der Frühzeit

Die Geschichte der Insel läßt sich bis in die Jungsteinzeit zurück verfolgen, da im Helgoländer Oberland mehrere Hügelgräber gefunden wurden. Zudem ist sicher, daß Helgoland schon im Jahre 5000 vor Christus eine Insel war, da die einstige Verbindung zum Festland bedingt durch den Anstieg des Meerespegels nach der Eiszeit unterbrochen wurde.

Helgoland und die Piraterie

Blickt man auf das Mittelalter zurück, wird die Insel Helgoland in dieser Zeit sehr oft mit Piraten in Verbindung gebracht. So wird vermutet, daß Piraten, wie zum Beispiel der bekannte Pirat: „Klaus Störtebeker“, die Insel als Stützpunkt nutzten. Ob dieses der Realität entspricht ist nicht völlig sicher. Sicher hingegen ist es, daß „Klaus Störtebeker“ im Jahre 1401 im Rahmen einer Seeschlacht in der Nähe Helgolands gefangen genommen wurde.

Teilung der Insel im Jahre 1720

Bei einer Sturmflut im Jahre 1720 wurde die Hauptinsel Helgoland vom sogenannten „Witte Kliff“ getrennt. Dort entwickelte sich die heutige Dünen- und Badeinsel: „Die Düne“.

Helgoland und der Schmuggel

Als Napoleon im Jahre 1806 die „Kontinentalsperre“ gegen das vereinigte Königreich (Großbritannien) verfügte, entwickelte sich Helgoland zu einem bevorzugten Ort für Schmuggelgeschäfte.

Helgoland unter britischer Herrschaft

Im Jahre 1807 besetzen britische Truppen Helgoland und gliederten die Insel in das britische Empire ein. Erst im Jahre 1890 ging Helgoland, neben einigen afrikanischen Kolonialgebieten, im Rahmen des „Helgoland-Sansibar-Vertrages“ wieder in deutschen Besitz über. Helgoland war somit mehr als 80 Jahre keine deutsche sondern eine britische Insel. Während der Zeit der britischen Herrschaft schrieb im Übrigen der deutsche Dichter: „Hoffmann von Fallersleben“ während eines Urlaubes auf Helgoland das „Lied der Deutschen“, das später in einer abgewandelten Form zur deutschen Nationalhymne wurde.

Helgoland und Kaiser Wilhelm II.

Als Helgoland wieder in deutschen Besitz übergegangen war, wollte Kaiser Wilhelm II. die Insel zu einem wichtigen Marinestützpunkt ausbauen. Deshalb fanden im ersten Weltkrieg nahe Helgolands in den Jahren 1914 und 1917 auch zwei schwere Seegefechte statt. Die militärischen Einrichtungen auf Helgoland wurden in der späteren Geschichte wieder zurückgebaut, so daß Helgoland sich bis heute zu einer Ferieninsel entwickeln konnte.

Übernachtungsmöglichkeiten auf Helgoland

Wie bereits im letzten Abschnitt erwähnt, ist es im Rahmen von Tagesausflügen, aufgrund der teils zu kurzen Aufenthaltsdauer auf der Insel, nicht wirklich möglich die Insel Helgoland kennenzulernen.
Deshalb ist es auch sinnvoll, nach Möglichkeit einen etwas längeren Aufenthalt zu planen und sich nach geeigneten Übernachtungsmöglichkeiten umzuschauen.

Da das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten auf einer kleinen Insel, wie Helgoland, natürlich begrenzt sein muß, sollte man sich nach Möglichkeit frühzeitig über geeignete Unterkünfte informieren.

Grundsätzlich hat man die Möglichkeit auf Helgoland:
– Hotels, Ferienhäuser und Appartments zu buchen,
– im gemütlichem Bungalowdorf, daß aus einigen schönen Holzbungalows, direkt auf einer Düne plaziert, besteht, zu nächtigen,
– in einer Jugendherberge zu übernachten, sofern man über den erforderlichen Herbergsausweis verfügt,
– den idyllisch gelegenen Campingplatz, auf dem es ca. 100 Stellplätze gibt, zu nutzen oder
– sich eine preiswerte Privatunterkunft zu suchen.

Wer darüber nachdenkt, einmal ein paar schöne Tage auf Helgoland zu verbringen, der kann sich bezüglich individuell passenden Übernachtungsmöglichkeiten auf den Internetseiten der Insel (www.helgoland.de) einen guten ersten Eindruck verschaffen. Auf diesen Seiten hat man zum Beispiel die Möglichkeit:
– sich ein komplettes Gastgeberverzeichnis zu betrachten,
– sich detaillierte Infos zu einzelnen Übernachtungsmöglichkeiten, wie den Campingplatz oder das Bungalowdorf, durchzulesen oder
– direkt online eine verfügbare freie Unterkunft zu buchen.

Sehenswürdigkeiten auf Helgoland

Helgoland hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, von denen man sich im Rahmen eines Aufenthaltes auf der Insel zumindest einmal die Folgenden anschauen sollte:

a) Die Insel Düne
Die „Insel Düne“ ist eine kleine Insel, die etwa einen Kilometer von der Hauptinsel Helgolands entfernt liegt. Diese kleine Insel kann man mit Booten, die von der Hauptinsel Helgolands starten, erreichen.
Ein Abstecher zur „Insel Düne“ ist wirklich lohnend, da dieses kleine Eiland ein echtes Badeparadies ist und man sich dort manchmal sogar zusammen mit vielen Robben den Strand und das Wasser teilen kann.

b) Die Hummerbuden
Am Südhafen Helgolands findet man die bunten „Hummerbuden“, die den Fischern Helgolands in früheren Zeiten als Lager für ihre Fischereiausrüstungen dienten. Heute dienen die „Hummerbuden“, die schon von außen eine echte Sehenswürdigkeit darstellen, als Standort für Cafés, Galerien und Läden. Ein Bummel entlang der „Hummerbuden“ sollte Bestandteil eines jeden Aufenthaltes auf Helgoland sein, da er sich in der Regel als wirklich lohnend erweist.

c) Die lange Anna
Der wie ein Turm herausragende fast 50 Meter hohe Felsen: „Lange Anna“ ist das Wahrzeichen der Insel Helgoland. Man findet die „Lange Anna“ an der nordwestlichen Spitze der Insel Helgoland.

d) Der Lummenfelsen
Der „Lummenfelsen“ ist die Brutstätte von sehr vielen Seevögeln. An diesem Felsen kann man im Sommer, nach Ende der Brutphase, jeden Abend ein spektakuläres Ereignis, den sogenannten „Lummensprung“, beobachten, bei dem sich die jungen Trottellummen (Vogelart) von Felsvorsprüngen aus ins Meer stürzen. Es ist wirklich empfehlenswert, einmal eine geführte Tour zum „Lummenfelsen“ mitzumachen und sich dieses einzigartige Schauspiel zu betrachten.