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Hage

Wer im Norden Ostfrieslands seinen Urlaub verbringt und gerne ein paar Ausflüge in das „Ostfriesische Hinterland“ machen möchte, der sollte auch einmal die Gegend rund um den Ort: „Hage“ genauer erkunden, da man in dieser Region nicht nur sehr schöne Naturlandschaften, sondern auch einige interessante Ortschaften vorfindet. Um Ihnen etwaige Planungsarbeiten zu erleichtern, finden Sie in folgenden Abschnitten die Beschreibung einer möglichen Ausflugstour durch das Gebiet rund um Hage.




Konkret beinhalten die folgenden Abschnitte Informationen über:
– Die Ortschaft: „Hage“, dem Verwaltungssitz der gleichnamigen „Samtgemeinde Hage“.
– Den Ort: „Berum“, den viel Menschen als Domizil für Ihren Urlaub wählen und in dem es mit der „Burg Berum“ eine sehenswerte Besonderheit gibt.
– Das sehr alte Dorf: „Arle“, in der Gemeinde Großheide.
– Den Verwaltungssitz der Gemeinde Großheide, dem Dorf: „Großheide“.
– Und über das kleine Dorf: „Berumerfehn“, das trotz seiner geringen Größe ein wirklich sehr empfehlenswertes Ausflugsziel ist.

Die Informationen der folgenden Abschnitte wurden Ende August im Rahmen einer „Vor Ort Recherche“ zusammengetragen.

Blick auf den Ortskern von Hage

Blick auf den Ortskern von Hage ©Günter Dehne

Das alte Dorf: Arle

Fährt man die Landstraße L6 von Berum aus weiter in Richtung Westerholt, gelangt man nach einigen Kilometern in das Dorf: „Arle“, welches etwas mehr als 1000 Einwohnern eine Heimat bietet. Dieses, zur „Gemeinde Großheide“ gehörende Dorf, verfügt über ein beträchtliches Alter von mittlerweile mehr als 900 Jahren. Das beträchtliche Alter des Dorfes kann man in der heutigen Zeit hauptsächlich anhand der Kirche in Arle erahnen.

Die St. Bonifatius Kirche in Arle
Die evangelische „St. Bonifatius Kirche“ im Dorfe Arle wurde bereits im 12. Jahrhundert errichtet. Neben dem alten Kirchenschiff ist auch der Glockenturm der St. Bonifatius Kirche, der im Jahre 1886 nachträglich erbaut wurde, recht sehenswert. Sehr interessante Sehenswürdigkeiten findet man im Inneren der St. Bonifatius Kirche. So findet man dort zum Beispiel einen Taufstein, der aus dem 13. Jahrhundert stammt, einen geschnitzten Altar, aus dem Jahre 1480, Malereien aus dem 17. Jahrhundert, spätgotische Sakramentshäuschen aus dem 15.Jahrhundert und eine alte Orgel aus dem Jahre 1799.

Wer die Gegend rund um Hage im Rahmen eines Urlaubes in Ostfriesland einmal erkunden möchte, der sollte einen kleinen Aufenthalt in Arle einlegen und sich die schöne alte St. Bonifatius Kirche einmal genauer betrachten.

Berumerfehn, ein nettes Ausflugsziel

Von „Großheide“ aus sind es nur zwei bis drei Kilometer bis zum Dorf „Berumerfehn“, welches man leicht findet, wenn man der Beschilderung ab Großheide folgt. Berumerfehn ist ein recht kleines Dorf, welches jedoch einen idyllischen Ortskern vorweisen kann und in einer sehr schönen Landschaft am Rand eines Waldes liegt, so daß es im Rahmen eines Ostfriesland Ausfluges durchaus lohnend ist, dem Ort Berumerfehn einen kleinen Besuch abzustatten.

Sehenswertes und Besonderes in Berumerfehn
Obgleich Berumerfehn nur ein kleines Dorf ist, gibt es für Gäste des Ortes einige Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten, die man sich einmal schauen sollte.

a) Das Torfschiff
Auf der „Mittelwieke“, einem Kanal in Berumerfehn, der entlang des Waldrandes verläuft, befindet sich heute ein altes Torfschiff, welches in früheren Zeiten genutzt wurde, um Torf aus den Moorgebieten abtransportieren zu können. Das „Torfschiff“ kann man nicht nur besichtigen, sondern auch Ausflugsfahrten mitmachen.

b) Das Kompaniehaus
Das „Kompaniehaus in Berumerfehn“ wurde bereits im Jahre 1830 erbaut. Das Gebäude diente damals als „Erholungsstätte“ für die „Norder Fehngesellschaft“, die zu dieser Zeit einen 13 Kilometer langen Kanal per Hand ausgruben, um über den Kanal Torf transportieren zu können. Heute wird das Kompaniehaus gastronomisch genutzt und dient als Hotel mit Restaurant, Festsäälen und Kegelbahnen.

c) Das Wald- und Moormuseum Berumerfehn
In unmittelbarer Nähe des Kompaniehauses befindet sich in dem Gebäude einer alten Grundschule das „Wald- und Moormuseum Berumerfehn“. In diesem Museum findet man im Wesentlichen eine Ausstellung der heimischen Tierwelt aus Wald und Moor.

d) Die Mühle in Berumerfehn
Des weiteren verfügt der Ort Berumerfehn über eine sehenswerte alte Mühle, die im Jahr 1991 aufwendig restauriert wurde und heute auch von innen besichtigt werden kann. In unmittelbarer Nähe der Mühle findet im Übrigen regelmäßig ein interessantes Open Air Festival statt, daß den Namen: „Rock an der Mühle“ trägt.

Das Urlaubsdomizil: Berum bei Hage

Fährt man die Landstraße L6 von Hage aus in Richtung Westerholt / Esens, dann gelangt man sehr schnell in den Ort: „Berum“. In der Ortschaft Berum gibt es zwei Besonderheiten, die man sich im Rahmen einer Ostfriesland Rundtour einmal ansehen sollte.

So findet man direkt an der Einmündung der Kreisstraße K205 in die Landstraße L6 die „Burg Berum“. Die Burg im Ort Berum kann ein beträchtlicher Alter vorweisen. So wurde die Burg bereits im frühen 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Das genaue Baujahr der Burg ist jedoch nicht bekannt, so daß diese deutlich vor dem 14. Jahrhundert erbaut worden sein könnte. Die Burg Berum diente in früheren Zeiten zumeist als Sitz von verschiedenen ostfriesischen „Häuptlingsfamilien“. Heute befindet sich die Burg in privatem Besitz und dient derzeit als Gästehaus, in dem auch recht prominente Menschen ihre Ferien verbringen. Als Beispiel sei diesbezüglich nur der Aufenthalt des Bundespräsidenten „Horst Köhler“ im Sommer 2006 genannt.

Weiterhin findet man in Berum noch den „Ferienpark: Hage / Berum“, der direkt an einem idyllisch gelegenem Kiessee erschaffen wurde. Dieser Ferienpark besteht aus vielen Ferienhäusern, gastronomischen Betrieben und Freizeiteinrichtungen, wie einem Hallenbad, einem Freibad und verschiedene Sportanlagen. In diesem Ferienpark verbringen jährlich viele Menschen ihren Urlaub. Gründe hierfür sind sicherlich die idyllische Lage des Ferienparks selber und auch die Lage des Ferienortes Berum, da man von Berum aus die wichtigsten touristischen Ziele Ostfriesland, wie zum Beispiel die ostfriesischen Inseln, innerhalb kurzer Zeit erreichen kann.

Die Ortschaft: Großheide

Der Ort „Großheide“ ist auch gleichzeitig der Verwaltungssitz der gleichnamigen „Gemeinde Großheide“. Großheide erreicht man am Besten über die Kreisstraßen K204 bzw. K207. Möchte man die Rundtour, die auf diesen Seiten beschrieben wird, abfahren und Großheide somit von der Ortschaft „Arle“ aus ansteuern, fährt man von Arle aus die Landstraße L6 noch ein paar hundert Meter weiter in Richtung Westerholt und biegt dann rechts ab auf die Kreisstraße K208 in Richtung „Südarle“. Dort geht es nach links auf die Kreisstraße K207 nach Großheide.

Wenn man im Ort Großheide angelangt ist, dann sollte man sich dort auf jeden Fall einmal das sogenannte „Schloss Großheide“ anschauen. Dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude kann auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken.

So wurde das „sogenannte“ Schloss 1901 als Gutsverwaltersitz im Auftrag der Familie „Ten Doornkaat“ (damalige Eigentümer der Doornkaat AG Norden) erbaut, da die Familie „Ten Doornkaat“ um das Jahr 1900 herum recht viele Ländereien auf dem Gebiet der Gemeinde Großheide kaufte. Nach dem Verkauf des „Schlosses“ wurde es für viele unterschiedliche Zwecke genutzt. So diente das Gebäude zum Beispiel als Gaststätte, als Schulungsstätte und war zwischenzeitlich auch immer wieder in privatem Besitz. Heute wird das „Großheider Schloss“ als Verwaltungsgebäude der „Ostfriesischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe GmbH“ genutzt und dient zudem als Unterkunft für Kinder- und Jugendgruppen.

Die Ortschaft: Hage

Der knapp 6000 Einwohner zählende Ort: „Hage“ liegt an der Landstraße L6, die von der Stadt Norden zur Stadt Esens führt. Hage ist der Verwaltungssitz der ostfriesischen Samtgemeinde Hage und kann seinen Besuchern trotz der relativ geringen Größe bereits eine gewisse Infrastruktur bieten. So findet man in der Ortschaft Hage recht viele Einkaufsmöglichkeiten und auch verschiedene gastronomische Betriebe, so daß Hage sich durchaus eignet, um im Rahmen eines Ostfriesland Ausfluges eine Pause einzulegen und sich ggf. etwas zu stärken.

Sehenswertes im Ort: Hage
Wenn man sich in der Ortschaft Hage aufhält, dann sollte man einmal einen Blick auf die folgenden beiden Sehenswürdigkeiten werfen:

a) Die Mühle in Hage
Die Mühle im Ort Hage weist eine beachtliche Höhe von rund 30 Metern auf und ist somit die höchste Windmühle in Deutschland. Die Mühle wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als „Gallerie Holländer“ gebaut und kann in der heutigen Zeit auch von innen besichtigt werden. Um die alte Mühle zu erhalten sind stets Restaurierungsarbeiten erforderlich, so daß die Mühle, wie man auf dem Foto deutlich erkennen kann, sich zeitweise auch „flügellos“ zeigt.

b) Die Kirche in Hage
Mitten im Ortskern von Hage findet man die „St. Ansgari Kirche“, die bereits im frühen 13. Jahrhundert erbaut wurde. Das Gebäude der Kirche wirkt von außen sehr imposant Im Inneren der Kirche ist vor allem die Orgel, die aus dem 18. Jahrhundert stammt, einen aufmerksamen Blick wert.