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Borkum, klein aber richtig schön

Die Gezeiten einmal Hautnah zu erleben waren der Hauptgrund die Nordsee als Reiseziel zu wählen. Die Recherche im Internet brachte uns zur Insel Borkum, eine Unterkunft war trotz unserem tierischem Reisebegleiter (Hund, groß, sehr groß) schnell gebucht und die Vorfreude riesig.




Die Fahrt von Mitteldeutschland bis auf das Eiland unserer Wahl verlief bis auf kurze Unwohlsein Attacken auf der Fähre ohne Probleme. Runter von dem Schiff und sogleich ereilte uns die erste Überraschung. Unsere Unterkunft schickte ein Pferdefuhrwerk um uns sicher und schnell in ihr Haus, unsere bleibe für die nächsten zehn Tage, zu bringen. Noch größer wurde die Überraschung als wir im Gespräch feststellten das der Chef des Hauses höchstpersönlich am Steuer der Kutsche saß.

Die ersten Tage verbrachten wir, bei schönstem Juli Wetter, damit die nähere Umgebung zu erkunden und den schönsten Fleck am Hundestrand ausfindig zu machen. Durch unseren Hund und seinen Drang etwas mehr Laufen zu wollen als uns es eigentlich lieb war, kamen wir recht schnell in alle Ecken die Borkum zu bieten hat. Die kulturellen Höhepunkte bleiben auf so einer doch recht kleinen Insel freilich etwas aus. Einzig die alte Kirche konnte mit ihrer Erscheinung etwas Baukunst und Geschichte vermitteln. Die Häuser auf der Insel sind natürlich auch immer wieder schön anzusehen, doch hat man diese an der gesamten Nordseeküste. So das diese uns nicht so sehr beeindrucken konnten.

Borkum

Borkum ©iStockphoto/waeske

Frühes Aufstehen ist im Urlaub zwar nicht jedermanns Sache, doch für einen frischen Fisch direkt vom Fischer, lohnt es sich allemal. Das Essen ist sowieso eine Sache die uns wirklich beeindruckt hat. Von Regionaler Küche bis zu Internationalen Gerichten bekommt der Gast auf Borkum alles. Natürlich steht Fisch ganz weit oben auf der Karte, und dieser schmeckt auch so richtig gut nach Fisch, doch gibt es auch zahlreiche Gericht die man sonst eher in südlichen Regionen vermutet.

Die kleinen Feste und Feierlichkeiten welche zumeist an den Stränden stattfanden waren vor allem für die Kinder ein Riesen Spaß. Die jungen Familien um uns herum sahen auf jedenfalls sehr entspannt aus, wussten sie doch ihre Kinder in guter Betreuung. Leider gab es so was für unseren Hund nicht. Da wir eher unbewusst als geplant in der Hauptsession verreisten waren die Preise für alle Dienstleistungen und Angebote doch recht hoch. Die kleinen Bootsausflüge zu Nachbarinseln rissen mit ihren Beträgen doch ganz ansehnliche Löcher in unsere Urlaubskasse. Aber dafür machten sie jede Menge Spaß und boten zugleich eine gelungene Abwechslung.

Natürlich gehört zu einem Urlaub an, oder in unserem Fall in, der Nordsee eine Wattwanderung dazu. Unsere startete vom Festland aus und war ein unvergessliches Erlebnis für uns sowie für unseren Hund. Eine ganze Horde anderer Vierbeiner machte sich mit uns auf den Weg und vertrieb sich und uns die Zeit. Auch die ortsansässigen Führer sind ihr Geld wert, nicht nur das Wissen was sie weitergeben und die kleinen Geschichten die sie zu erzählen wissen sondern auch ihr Rat wann es besser ist umzukehren war Gold wert. Insgesamt bleibt festzuhalten dass die Nordsee immer eine Reise wert ist, auch wenn es das nächste mal vielleicht nicht die Hauptreisesession wird.